Geldbeutelwäsche

Am Fastnachtsdienstag traf sich eine trauernde Gemeinde am Fastnachtsbrunnen in der Hermannsgasse, um die fastnachtliche Kampagne zu verabschieden. Aber auch die Geldbeutel wurden wieder ausgewaschen. Denn so soll wieder Geld in die leeren Geldsäckel hineinfließen.

Seinen Ursprung hatte der Brauch, als einfache Leute all ihr Geld während der Faschingszeit ausgaben. Ein Chronist aus dem 19. Jahrhundert schreibt: „Die Unverwüstlichen trinken weiter, bis kein Kreuzer mehr im Geldbeutel ist. Erst das Läuten zur Messe am Aschermittwoch geht manchem ins Gewissen und geradewegs vom Wirtshaus mischen sie sich unter die Bußfertigen der Gemeinde, um das Aschenkreuz nicht zu versäumen.“

Mit diesem Ritual soll also eine rosige finanzielle Zukunft gesichert werden und dafür sorgen, dass der Geldbeutel niemals leer wird. Trauerredner war Harald Heiß, seines Zeichens passenderweise Kassenwart beim HCV Lachsbachperle.